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Eine Glasperle entsteht

Hier seht ihr meinen Arbeitsplatz, ich habe mal beschriftet was da so Nötiges rumsteht.
Den Temperofen (englisch- Kiln) benötigt man um das Glas langsam abkühlen zu lassen. Je langsamer dieser Prozess dauert, um so haltbarer sind die Perlen. Mein Brenner ist ein Bobcat, über die Schläuche wird Propangas und Sauerstoff aus einem Sauerstoffkonzentrator zugeführt. Wenn ihr auf das Bild klickt öffnet sich die Großansicht in einem neuen Fenster auf. Über dem Arbeitsplatz hängt eine Abzugshaube, das kann man auf dem Bild ganz unten sehen.
Hier seht ihr meinen "alten" Arbeits  / Schmelzplatz. Auf dem Tisch könnt ihr einige Morettiglas Stangen (auch als Effetre Glas bezeichnet) sehen und einige feinere sogenannte Stringer, die man sich aus den erhitzten Glasstangen ziehen kann.
Die Schale ist mit Vermikulit gefüllt, ein Granulat das langsames abkühlen des heissen Glases gewährt.
Die beiden Schläuche am Brenner führen zu einer Propangasflasche und einem Sauerstoffkonzentrator.

Dies ist die Flamme die nur durch das Propangas entsteht. Sie ist recht "kühl" (meine Haare würde ich dennoch nicht reinhalten) und drucklos- damit kann man das Glas nicht schmelzen....
Der  Brenner den ich auf diesem Bild dafür benutze ist speziell für das Glasschmelzen, es ist ein "Minor Bench Burner "





..... hier habe ich der Flamme nun den Sauerstoff zugeführt und es kann losgehen.
In der Hand habe ich einen Stahlstab, -auch Dorn oder Mandrel genannt-, auf dessen Spitze Trennmittel aufgebracht wurde. Das Trennmittel verhindert, dass das Glas am Dorn festhaftet und sich nicht wieder löst. Es besteht aus Kaolin- huahhh nebenher läuft wer wird Millionär, da wird gerade nach Kaolin gefragt (Die Duplizität der Ereignisse-nöchwar Dörte?)
Zurück zum Thema:
Dieser Dorn wird nun zunächst in der Flamme erwärmt.
Dann wird zunächst vosichtig der Glasstab erwärmt- vorsichtig deshalb, da einem sonst leicht heisse Glassplitter um oder sogar in die Ohren fliegen- bis sich an der Spitze eine schöne halbflüssige Kugel gebildet hat.......
.. die dann auf den vorgewärmten Dorn aufgewickelt wird.

Daher werden diese Glasperlen auch Wickelperlen genannt.
Nun wird der Dorn mit dem Glas in bzw. leicht unter der Flamme gedreht. Durch die Gravitation ensteht nun eine Kugel ( jedenfalls theoretisch- Anfänger produzieren häufig ganze LKW Ladungen von bunten Kartoffeln).
Mit einem Stringer, also einer feinen Glasstange, schmelze ich hier nun Dots- kleine Pünktchen- auf die Grundperle.

Die Dots habe ich  eingeschmolzen und mit einem Wolframdorn kleine Stiche in die heissen Dots gestochen um Luftbläschen in die Perle zu bringen.



Hier "überfange" ich diese Einstiche mit klarem Lauschaglas.
Das transparente Glas von und aus Lauscha ist ganz besonders klar und verträgt sich  (zumindest meistens) hervorragend mit dem Morettiglas.

Nun wird die Perle nochmals kurz in der heissen Flamme poliert
Und hier kommen kleine tranparentblaue Dots dazu, die erhaben bleiben sollen.
Fast fertig, die Spitzen glühen noch.

Zum langsamen Abkühlen wird die Perle nun in den Temperofen oder in z.B. Vermikulit,  gelegt.